Mieterhöhung

Die Mieterhöhung einer frei finanzierten Wohnung muss begründet werden. Begründungsmittel ist in 99 % aller Fälle der Mietspiegel. Dieser wird grundsätzlich von den Mietspiegelkommissionen erstellt. In der Regel besteht diese aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Eigentümer- und der Mietervertretungen sowie einiger Wohnungsgesellschaften und auch des Rings deutscher Makler. Den Mietspiegel kann man bei den entsprechenden Institutionen und Stadtverwaltungen erhalten.

Die Städte Mülheim und Oberhausen haben qualifizierte Mietspiegel erstellt. Dies bedeutet, dass die darin enthaltenen Werte repräsentativ erfragt worden sind. Die Mietspiegel sind gängiges Beweismittel im Rahmen eines Mieterhöhungsprozesses.

Enthält die Mieterhöhung daher keine Begründung, können Sie grundsätzlich davon ausgehen, dass diese per se unwirksam ist.

Ansonsten muss sich Zustand, Ausstattung und Lage Ihrer Wohnung in der Beschreibung im Rahmen der Mieterhöhung wiederfinden, damit die Mieterhöhung wirksam werden kann.

Achten Sie darauf, dass Ihnen eine zweimonatige Zustimmungsfrist eingeräumt wurde, damit Sie in dieser Zeit auch Ihr Sonderkündigungsrecht wahrnehmen können.

Für Sozialwohnungen gelten Sonderregelungen. Insbesondere ist der Mietspiegel hier nicht anwendbar.

Weitere Begründungsmöglichkeit für eine Mieterhöhung sind Vergleichswohnungen oder Sachverständigengutachten.
In Städten, die qualifizierte Mietspiegel aufgestellt haben, ist dieses Begründungsmittel jedoch ungebräuchlich.