Mietpreisbremse

Mit der Mietpreisbremse sollen in den boomenden Großstädten Preissprünge bei Neuvermietungen von bis zu 40 % gedeckelt werden. Bei Neuvermietungen darf der Mietpreis höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Die Bundesländer sind ermächtigt, per Verordnung Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt auszuweisen. Bei der Anwendung ist zu unterscheiden zwischen der nicht modernisierten Bestandswohnung, der modernisierten Bestandswohnung, der umfassend modernisierten Bestandswohnung und der Neubauwohnung oder besser, der erstmals genutzten Wohnung. Für jede dieser Kategorien gelten Sonderregelungen, die dringend beachtet werden sollten.

Seit Januar 2019 müssen Vermieter unaufgefordert und schriftlich offenlegen, wie viel Miete vom Vormieter verlangt wurde. Maßgeblich ist die Miete, die ein Jahr vor Beendigung des vorangegangenen Mietverhältnisses verlangt wurde. Die Regelung gilt in allen Fällen, in denen der Vermieter eine Miete verlangt, die mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Eine etwaige Ausnahmeregel muss deutlich benannt werden. Geschieht dies nicht, kann der Mieter die unzulässig hohe Miete später formlos rügen!